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Montag, 25. Mai 2009

Lesetipp: "Wer Schokolade isst, isst mein Fleisch"


Mit diesem Satz zitiert der Autor Michael Olbert einen Jungen, der an der Elfenbeinküste auf Kakaoplantagen arbeiten muss. Der Artikel "Kinderschokolade" ist im aktuellen Greenpeace-Magazin erschienen. Auf der Greenpeace-Webseite kann man schon mal hineinlesen, leider wurde aber nicht der gesamte Artikel online gestellt. Wer die ganze Reportage lesen möchte, muss das Magazin mit dem Titelthema "Zart - aber bitter. Wie Kinder in Afrika für unsere Schokolade schuften" deshalb für 5,30 Euro dort bestellen.

Mittwoch, 1. April 2009

Petition gegen Kinderarbeit


Die Schweizer Organisation "Erklärung von Bern" (EvB) hat eine Kampagne gegen Kinderarbeit auf Kakaoplantagen gestartet. Auf der EvB-Webseite gibt es ein Formular, mit dem Internetnutzer aus der Schweiz Süßwarenkonzerne fragen sollen, ob "in meiner Lieblings-Schoggi garantiert keine Kinderabeit steckt".

Für eine dazu gehörige Petition "Nie wieder Schweizer Schoggi aus Kinderarbeit" konnten laut eines Berichts von "20 Minuten" bereits 6000 Unterschriften gesammelt werden. Aktiv könne jeder etwas dazu beitragen, dass Konzerne keinen mit Kinderarbeit produzierten Kakao mehr verwenden, indem sie verstärkt Bio- und Fairtrade-Produkte kaufen, heißt es auf der Webseite von EvB. Dort wird außerdem darüber informiert, dass laut einer nicht näher benannten Studie bis zu 250 000 Kinder in Westafrika unter teils gefährlichen Bedingungen auf Kakaoplantagen arbeiten müssen.

Montag, 1. Oktober 2007

Schoko-Agenten gesucht

Das Eine-Welt-Netzwerk Hamburg und einige andere nordische Institutionen suchen Schoko-Agenten für die Aktion "Hamburg 2007 mal fair". Gemeint sind damit nicht etwa geschickte Schnüffelnasen, die in Supermärkten die größten und billigsten Schokoladentafeln aufspüren, sondern Genießer mit Sinn für Gerechtigkeit. Die Schoko-Agenten sollen die "Idee fair gehandelter Schokolade" verbreiten. Also dafür sorgen, dass im Schulkiosk nur noch fair gehandelte Schokolade verkauft wird, oder die Menschen in der Fußgängerzone über fairen Handel und die Bedingungen auf afrikanischen Kakaofarmen (Kinderarbeit) informieren.

Die besten Aktion dieser Art werden im Hamburger Rathaus vorgestellt.

Mittwoch, 12. September 2007

Stoppt Kinderarbeit!

Das forderte John Agyekum Kufuo, Präsident von Ghana, neulich beim zweiten "Africa Cocoa Summit". Er verlangte von den Staaten Afrikas, in denen Kakao produziert wird, den Kampf gegen die Kinderarbeit auf den Kakaofarmen aufzunehmen. Um das zu erreichen, sollten die Staaten enger zusammenarbeiten. Außerdem müsste der Kakao-Verbrauch in Afrika selbst angekurbelt werden. Ausführlicher berichtet darüber (in english) die Ghana General News.

Freitag, 3. August 2007

Kakaoproduktion aus Kinderhand

In Deutschland bedeutet Schokolade für Kinder meistens Genuss - für ungefähr 17'000 Kinder alleine in Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) ist das ganz anders. Denn die Kinder müssen auf den Kakaofarmen in dem westafrikanischen Staat im Durchschnitt sechs Stunden am Tag arbeiten. Das schrieb das International Institute for Tropical Agriculture (IITA) bereits im Jahr 2002 und veröffentlichte damit die Ergebnisse einer Studie über Kinderarbeit auf Kakaofarmen in Westafrika. 2/3 der weltweiten Kakao-Produktion stammen aus Westafrika, alleine 43 Prozent von der Elfenbeinküste.

Zum Zeitpunkt der Studie kamen bei ihrer Arbeit auf den Kakaofarmen an der Elfenbeinküste 13'200 Kinder mit gefährlichen Pestiziden in Kontakt. 21 Prozent von ihnen waren jünger als zehn Jahre.

Ihre Arbeit aufgenommen hatten die meisten Kinder zwar freiwillig (57 Prozent gaben an, sie hätten den Job angenommen, weil ihnen ein besseres Leben versprochen würde), aber 29 Prozent gaben an, sie dürften ihren Arbeitsplatz nicht verlassen, selbst wenn sie es wollten, 11% sagten, ihnen fehle das Geld für eine Abreise. Im Jahr verdienen die Kinder ungefähr 80 Dollar.

Dass das Thema heute auch noch aktuell ist und welche Ausmaße die Kinderarbeit auf Kakaofarmen insgesamt annimmt, machen die Äußerungen der Unicef zum Welttag gegen Kinderarbeit im Juni 2007 klar (gefunden im Gesundheits-Weblog):
Nach neuen Untersuchungen sind allein in Kamerun, Elfenbeinküste, Ghana und
Nigeria rund 145.000 Kinder auf 1.500 Kakaoplantagen damit beschäftigt, mit
Macheten die Felder frei zu schlagen. Weitere 153.000 Kinder werden eingesetzt,
um Unkraut- und Insektengifte zu sprühen. Vielfach dauern ihre Arbeitstage zehn
bis 12 Stunden. Um die Kinder zu disziplinieren, werden sie häufig geschlagen
oder erhalten nichts zu essen.

Die Seite http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/kakao.htm schildert ebenfalls die Umstände, unter denen die Kinder auf den Kakaofeldern arbeiten müssen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass seine Schokolade ohne Kinderarbeit produziert wurde, sollte Produkte mit dem "TransFair/Fairtrade"-Symbol kaufen.