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Donnerstag, 2. Juli 2009

Schokolade ohne Laktose

Milch wird für immer mehr Menschen zu einem gesundheitlichen Problem. Zugegeben, es ist ein sehr subjektiver Eindruck, der mich diese Zeilen schreiben lässt. Aber alleine im meinem engeren Freundeskreis schütteln inzwischen drei Freunde ablehnend den Kopf, wenn ihnen Sahnesoßen oder Frischkäsebrötchen angeboten werden. Auch auf das gerade im Sommer so gerne mal gegessene Eis verzichten sie inzwischen großteils. Es ist eine Laktose-Intoleranz, die bei ihnen zu einem aufgeblähten Bauch und Magenschmerzen führt, falls sie doch mal Milchprodukte zu sich genommen haben.

Abhilfe schaffen da Laktase-Tabletten und der bewusste Konsum von laktosefreien Lebensmitteln. Laktosefreie Milch gibt es inzwischen in jedem Supermarkt, auch im Käseregal sieht es schon ganz gut aus und auf der Webseite "Laktosefreie Schokolade" werden jetzt auch Naschkatzen fündig. Der Shop bietet Schokoladentafeln aus Reismilch und Sojamilch, dazu einige veganische Süßigkeiten. Ich habe dort bisher nichts bestellt und kann deshalb keine Aussage über die Qualität der Süßigkeiten und die Seriosität des Angebots machen.

Schon länger gibt es laktosefreie Schokolade übrigens von Choco-Lina. Die 18 Sorten sind alle aus Schafsmilch produziert und zum Teil in Bioqualität erhältlich. Bezugsquellen und weitere Infos auf der Choco-Lina-Webseite.

Samstag, 1. November 2008

Nur 7 Gramm Schokolade pro Tag


Nur 7 Gramm
Ursprünglich hochgeladen von Astrid Walter
Das kommt Ihnen wenig vor? Dabei habe ich auf dem Foto noch aufgerundet,, eigentlich empfehlen italienische Forscher nämlich den Verzehr von nur 6,7 Gramm Schokolade pro Tag.

Wer diese Schokoladenmenge isst, hat weniger Entzündungsmarker im Blut. Das zeigte eine Studie der Katholischen Universität in Campobasso mit 2000 Menschen. Diese Entzündungsmarker gelten als Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall (schreibt wissenschaft.de). Verantwortlich für ihre Reduzierung sind nach dieser Studie die in dem Kakao enthaltenen Flavonoide.

Wer also abends zwei kleine Stückchen Schokolade (aber bitte wieder mal eine dunkle Sorte) nascht, kann das als vorbeugende Medizin verkaufen. Mehr sollte es aber nicht sein, schreiben die Forscher aus Campobasso im Journal of Nutrition. Denn sonst verschwindet der positive Effekt wieder.

Ich kann mich trotzdem leider nicht an den Rat der Wissenschaftler halten - meine Waage weigert sich nämlich, den krummen Wert von 6,7 Gramm präzise anzuzeigen. Und da weniger Schokolade den Effekt genauso zu nichte macht wie mehr Schokolade, kann ich auch gleich mehr essen :-) Aber wer eine präzisiere Waage hat, kann es ja mal ausprobieren.

Samstag, 5. Januar 2008

Flavonoide garantiert

Wer die Schokolade wirklich aus Gesundheitsgründen essen und garantiert Flavonoide zu sich nehmen möchte, sollte den nächsten Urlaub in Großbritannien verbringen und sich dort mit einem Vorrat der Schokolade "Choxi+" eindecken. Denn Prestat, der Schokolatier der Queen, hat mit Choxi+ eine Schokolade kreiert, die besonders viele Flavonoide enthält. Erreicht wird das durch eine schonendere Verarbeitung (weniger Hitze für die Kakaobohnen). Prestat selbst ist davon überzeugt, die Schokolade schmecke nicht nur, sondern beuge auch noch Krebs und Herzerkrankungen vor (siehe Prestat FAQ-Seite). Schließlich sei sie die beste bekannte Flavonoid-Quelle.

Freundlicherweise nennt Prestat aber auch Alternativen zu Choxi+, denn die Schokolade wird momentan nur in Großbritannien (über Tesco) vertrieben. So seien auch Moosbeeren (besser bekannt als Cranberries), Rotwein und Kaffee reich an Antioxidantien.

Plazebo-Schokolade

Die gesundheitsfördernde Wirkung von dunkler Schokolade und besonders der darin enthaltenen Flavonoide ist bereits bekannt (siehe z.B. Schokolade bei Durchfall - nun doch!). Eine Studie schreibt dem Stoff Flavanol auch eine antioxidative Wirkung zu, die Herzerkrankungen vorbeugen kann (siehe z.B. Focus Online). Die medizinische Fachzeitschrift "The Lancet" warnt nun allerdings vor Schokoladen-Plazebos. Denn laut "The Lancet" entfernen viele Schokoladenproduzenten die Flavonoide aus den festen Bestandteilen des Kakaos. Sie sollen für den bitteren Geschmack verantwortlich und deshalb nicht immer erwünscht sein. Wie hoch der Gehalt an Flavonoiden pro Tafel ist, lasse sich auf der Packung so gut wie nie erkennen.

Genuss bereitet das Essen von Bitterschokolade natürlich trotzdem weiterhin, obwohl nun eine gute Ausrede zum süßen Sündigen wegfällt, sollte sich die Meldung von "The Lancet" bestätigen.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Bitterschokolade hilft gegen das chronische Erschöpfungssyndrom (CFS)

Starke Müdigkeit, mangelnde Konzentrationsfähigkeit und Muskelschmerzen sind nur einige der Symptome, unter denen leidet, wer am chronischen Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome = CFS) leidet. Schlaf bringt den Erkrankten keine Milderung ihrer Beschwerden, viele können nicht mal mehr zur Arbeit gehen. Betroffen sind davon in Deutschland ungefähr 300 000 Menschen (Zahl von netdoktor.de), in den USA soll es eine Million sein. Medical News Today berichtet nun, dass dunkle Schokolade die Symptome der Krankheit lindern kann.

Professor Steve Atkin hat gemeinsam mit einem Team von der Hull York Medical School einen Versuch mit zehn Patienten, die an CFS erkrankt sind, gemacht. Dabei erhielt die Hälfte der Patienten zwei Monate lang jeden Tag 45 Gramm Schokolade mit sehr hohem Kakaoanteil zu essen. Die andere Hälfte aß während des gleichen Zeitraums täglich 45 Gramm einer Milchschokolade mit niedrigem Kakaoanteil, die aber so eingefärbt wurde, dass sie von der Bitterschokolade nicht zu unterscheiden war. Danach bekamen die Patienten zwei Monate lang überhaupt keine Schokolade zu essen. Und schließlich gab es wieder zwei Monate lang Schokolade zu essen - allerdings bekam diesmal die andere Gruppe die Bitterschokolade.

Nachdem sie die Bitterschokolade über zwei Monate täglich gegessen hatten, gingen zwei Patienten erstmals nach sechs Monaten wieder zur Arbeit, auch bei den anderen waren die Symptome des CFS deutlich schwächer ausgeprägt.

Die Forscher erklären sich dieses Ergebnis mit der hohen Menge von Polyphenolen, die in dunkler Schokolade stecken. Atkin und sein Team glauben, dass Polyphenol einen Einfluss auf den Serotonin-Level im Gehirn hat und der wiederum hilft als Stimmungsaufheller gegen die Müdigkeit. Deshalb empfehlen die Forscher nun jedem CFS-Patienten täglich eine kleine Menge möglichst dunkler Schokolade zu essen.

Und die beste Nachricht zum Schluss: Zugenommen hat keiner der Probanden... ;-)

Freitag, 5. Oktober 2007

Schokolade bei Durchfall - nun doch!

Gerade mal zwei Monate ist es her, da musste ich hier zu meinem größten Bedauern verkünden, dass die Medizin Schokolade bei Durchfall nichts taugt, ja sogar schaden kann. Nun habe ich eine Studie gefunden, die das Gegenteil besagt. Maximilian Schuier, Helmut Sies, Beate Illek und Horst Fischer haben für das Children’s Hospital Oakland Research Institute aus Oakland und das Institute für Biochemie und Molekularbiologie an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf haben die Wirkung von Flavonoiden auf Zellkulturen untersucht (hier gibt's die Studienergebnisse veröffentlicht im Journal of Nutrition) und dabei herausgefunden, dass die Flavonoide einen Chloridkanal hemmen können . Das dadurch normalerweise in den Darm ausströmende Chlor ist bei Darmerkrankungen wie Cholera für einen verstärkten Wasserausfluss und damit Durchfall verantwortlich. Eine reichliche Aufnahme von Flavonoiden kann also den Durchfall verhindern oder stoppen - und Flavonoide befinden sich reichlich in Kakao und damit auch Schokolade (natürlich vor allem in der zartbitteren Variante).

Fairerweise muss ich allerdings sagen, dass diese Studie schon zwei Jahre alt ist und damit älter als jene, die Schokolade bei Durchfall verbietet. Aber weil meine Magendarm-Probleme bisher immer trotz oder wegen reichlichen Schokoladenkonsums weggingen und weil ich lieber Schokolade statt Kohletabletten esse, glaube ich einfach mal den Forschern in Oakland und Düsseldorf...

Samstag, 22. September 2007

Schwermetall Cadmium in Schokolade

Das schweizer Verbrauchermagazin Ktipp hat für seine aktuelle Ausgabe dunkle Schokolade auf Geschmack und Inhaltsstoffe getestet. Nach einem Bericht der schweizer Tageszeitung Blick (Boulevardblatt) sollen sie dabei in vier von 14 Schokoladen einen Cadmium-Gehalt von mehr als 0,3mg/kg festgestellt haben. Damit enthielten die Schokoladen mehr Cadmium als vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung als Höchstlimit für Schokolade vorgeschlagen (Vorschlag hier als pdf ansehen).

Die Supermarktkette Coop hat angeblich bereits auf die Testergebnisse reagiert und nimmt alle Schokoladen, die aus südamerikanischen Kakaobohnen hergestellt werden, aus dem Programm. Der Boden und damit auch die Kakaobohnen in Südamerika sind laut Blick besonders cadmiumhaltig.

Laut Wikipedia schädigt Cadmium vor allem die Nieren und - über eine erhöhte Freisetzung von Calcium - die Knochen.

Mittwoch, 8. August 2007

Gnade der Unwissenheit

Als Kind habe ich Durchfall geliebt. Nicht nur weil dann die Schule ausfiel, sondern vor allem weil ich mich damit hemmungslos durch den gesamten Schokoladenvorrat mampfen durfte, ohne dass meine Mutter deshalb ein Wörtchen der Kritik geäußert hätte. Schließlich stopft Schokolade angeblich und taugte damit als leckerer Medizinersatz.

Die Kinder von Müttern, die sich im Internet schlau machen und die aktuelle Pressemitteilung der Kinder- und Jugendärzte im Netz gelesen haben, müssen wohl künftig bei Durchfall eklige Kohletabletten schlucken. Denn die Ärzte verkünden, Schokolade sei bei Durchfall gar nicht der Genesung förderlich, im Gegenteil, es kann sogar passieren, dass der Milchzucker darin zu Verdauungsstörungen und Blähungen führt. Wie gut, dass meine Mutter das noch nicht wusste :-)

Mittwoch, 11. Juli 2007

Nachtrag 2: Schokolade in der Apotheke...

... gibt es wirklich schon. Zwar noch nicht in Pillenform, aber immerhin. Fiona von Candy and More schrieb bereits im April, sie sei zwischen
"Erwachsenenwindeln, Magenentkrampfungstropfen und Kopfschmerzpillen"
auf die Schokoriegel der Marke Shokomonk gestoßen.

Nachtrag: eine Schoko-Tablette reicht tatsächlich

Zu meinem großen Bedauern hier ein Nachtrag zum Eintrag von Montag: Auch in der aktuellen Ausgabe des Jama (The Journal of the American Medical Association) wird eine Studie vorgestellt, die die Blutdruck senkende Wirkung von Schokolade bestätigt. Allerdings steht da leider auch drin, dass 6,3 Gramm dunkle Schokolade pro Tag für diesen Effekt ausreichen. Ausführliche Schokoladenorgien lassen sich damit also keinesfalls rechtfertigen, die Wochenration würde wirklich locker in eine Tablettenpackung passen.

Montag, 9. Juli 2007

Schokolade statt Pillen

Während Gesundheitsbewusste früher eher einen großen Bogen um die Süßigkeitenecke im Supermarkt gemacht haben, scheinen sie sich nun auf direktem Weg zum Schokoladenregal zu begeben. Die National Post aus Kanada schreibt in einem aktuellen Artikel, der Absatz dunkler Schokolade sei stark angestiegen. Als Grund dafür wird der Nutzen des in der Schokolade enthaltenden Kakaos für die Gesundheit genannt. So berichtete beispielsweise die Universität zu Köln schon vor einigen Jahren von einer Studie, in der ich nur zu gerne selbst Proband gewesen wäre. Die "Testpersonen" mussten täglich eine Tafel Schokolade essen. Bei den Gesundheitstests nach zwei Wochen kam heraus, dass "bestimmte Inhaltsstoffe des Kakaos den Blutdruck mindern können", wird Dr. Dirk Taubert vom Institut für Pharmakologie auf der Webseite der Universität zitiert.

Damit ist Schokolade also nicht nur hilfreich im Kampf gegen hohe Cholesterinwerte (siehe "Cholesterin zu hoch? Schokolade frühstücken!"), sondern kann auch die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden, senken. Die Wissenschaftler weisen zwar darauf hin, dass Schokolade dennoch keinesfalls verschriebene Medikamente ersetzen sollte - aber ich frage mich trotzdem, wann es die erste Schokolade mit Beipackzettel in der Apotheke zu kaufen gibt.

Dienstag, 26. Juni 2007

Deine Stimme für Kakaobutter

Wie ich schon in einem früheren Post erzählt habe, gibt es in den USA Überlegungen, künftig auch die Schokoladenproduktion mit anderen Fetten als der Kakaobutter zuzulassen. Pat Ciarrocchi von CBS 3 forderte ihre Leser gestern auf, gegen diese Gesetzesänderung zu protestieren. Denn damit würde es möglich, Schokolade gänzlich ohne Kakaobutter herzustellen. Was Schokoladenproduzenten und -liebhaber davon halten, führt Pat Ciarrocchi in ihrem Artikel kurz aus. Kurz gesagt verbreitet sie die Meinung, Schokolade werde damit zu einer zwar billigeren aber auch viel ungesünderen Massenware. Wer das ähnlich sieht und dagegen protestieren möchte, kann noch bis Montag (2.7.) unter diesem Formular seinen Kommentar bei der amerikanischen Food and Drug Administration hinterlassen und damit vielleicht die Meinung der Gesetzeshüter beeinflussen.

PS: In Europa gilt übrigens die Richtlinie 2000/36/EG. Sie besagt unter Punkt 5:
Der Zusatz anderer pflanzlicher Fette als Kakaobutter in
Schokoladeerzeugnissen ist in einigen Mitgliedstaaten bis zu einem Anteil von
höchstens 5 % zugelassen.

Freitag, 15. Juni 2007

Cholesterin zu hoch? Schokolade frühstücken!

Kinder wissen eben intuitiv doch besser, was gut für den Körper ist. Während Erwachsene sich morgens kasteien, ein bisschen fade Margarine dünn aufs Knäckebrot schmieren und das Ganze mit Tee runterspülen, schmiert der Nachwuchs sich dick Nutella aufs Brot, legt noch eine Eszet-Schnitte obendrauf, genießt ein großes Glas Kakao - und tut damit nicht nur der Seele sondern auch dem Herz etwas Gutes. Denn falls ich die Ergebnisse einer Studie (hier nachzulesen), die jetzt im Journal of Nutrition vorgestellt wurde, richtig verstanden habe, hilft ein Inhaltsstoff (Polyphenol) von Kakaopulver scheinbar, den Cholesteringehalt zu reduzieren. Allerdings nur das "böse" Cholesterin LDL, das auch als "gutes" Cholesterin bezeichnete HDL kann durch Schokoladenkonsum ansteigen.

Montag, 11. Juni 2007

Eine unangenehme Wahrheit

Wie viel Fett wohl in einer verführerischen 100 Gramm-Tafel Schokolade steckt? Ich glaube, ich mag das gar nicht so genau wissen - aber wer gerade eine Diät hält, kann künftig auf dem Schokoladenpapier Fettgehalt und Kalorienzahl der Süßigkeit nachlesen. Das schreibt jedenfalls die Markenpost. Bis es soweit ist, lohnt für Abnehmwilige auch immer mal ein Blick auf diese Lebensmitteldatenbank.